Cooler HILL mit coolem Mindset

„Wenn sich der Fotograf für die Menschen vor seiner Linse interessiert, und wenn er mitfühlend ist, ist das schon viel. Das Instrument ist nicht die Kamera, sondern der Fotograf“.
Diese simple These stammt zwar nicht von mir, sondern von Eve Arnold, ist aber zu meinem Leitmotiv geworden. Weil‘s beim Fotografieren halt auf sehr viel aufs Gespür – ähnlich wie beim guten Wien – ankommt. Und davon hat Leo Hillinger ganz viel …

Die amerikanische Fotografin Eve Arnold lebte und pflegte mit ihrem Berufsinstrument eine mitfühlende Vertrauensbeziehung zu ihren „Fotoobjekten“, anders hätte sie wohl kaum Hollywoods ewigen Superstar Marilyn Monroe über ein ganzes Jahrzehnt fotografisch begleiten können oder honorige Persönlichkeiten wie Queen Elisabeth II. oder Jacqueline Kennedy aber auch den einfachen Menschen von der Straße vor ihre Linse bekommen.

Als Fotograf hat man’s ja mit den unterschiedlichsten Typen zu tun und lernt fast täglich neue und interessante Menschen kennen. Die Palette reicht von introvertiert und scheu, verspielt und keck hin zu jenen extrovertierten Persönlichkeiten, die dem Gegenüber selbstbewusst, aufgeschlossenen und impulsiv aber auch mit einer ordentlichen Portion Dominanz und Perfektion begegnen. Für einen Fotografen mitunter eine Herausforderung, diese selbstbewussten Charaktere mit oft undurchdringlicher Mimik bildlich so einzufangen, dass sie mit dem finalen Produkt ihren hohen Ansprüchen folgend auch glücklich und zufrieden sind. Nicht immer ganz einfach, meist aber ein erfolgreiches und befruchtendes Zusammenspiel mit Gspür für beide Seiten. Solch eine beeindruckende Begegnung durfte ich kürzlich machen und war dabei über manche Parallelen in meine Welt und auch mein Leben – so wie ich glaube, es leben zu müssen – ziemlich erstaunt.

Leo Hillinger: Jetzt erst recht!

Anlässlich seines diesjährigen 33er Firmenjubiläums shootete ich im Rahmen eines Interviews für die Kronen Zeitung Leo Hillinger in seinem Joiser Weingut, das nach jahrzehntelanger harter und auch von Rückschlägen geprägter Arbeit zum Hauptsitz eines heute am internationalen Markt erfolgreich agierenden Markenunternehmens wurde. Hillinger ist natürlich vorrangig Wein. Seine unverwechselbaren frisch-fruchtigen, prickelnden wie trendigen HILL Editionen, die in der Region Leithagebirge im Nordburgenland im Einklang mit der Natur entstehen, genießen längst weit über Österreichs Grenzen hinaus Anerkennung und haben den Weg in mehr als 20 Länder gefunden.

Aber Hillinger ist sehr viel mehr als „nur“ Wein von bester Qualität und Güte. Zwar hat man ihn mit seinen vielen mitunter auch schrägen Ideen oft als Spinner mit Schulden wie er sagt bezeichnet, seinen Biss und seine Fokussierung hat er deshalb aber nie verloren. Im Gegenteil, es entwickelte sich so etwas wie eine „jetzt erst recht“ Einstellung, was ihn mit seinem Gspür für Innovation dorthin führte, wo er heute steht. Zu einem schuldenfreien Unternehmen und insgesamt 25 Firmen, was ihn glücklich macht und mit Stolz – auch gegenüber so manch Schulterklopfern – wie er im Krone Interview sagt, erfüllt: „Wenn die wirklich was draufhaben, dann passt alles. Aber meistens sind sie alle nur Nasenbohrer. Na wirklich, es sind meistens die Schulterklopfer, die mich vorher noch ans Kreuz genagelt haben.“ (Quelle Kronen Zeitung v. 25. Juni 2023)

Ja, so ist das mit dem Erfolg, der hat halt immer auch den Neid und Besserwisser als Begleiter, denk ich mir, während ich im Hillingerschen Weingarten das Interview – geführt vom Krone-Adabei Norman Schenz – begleite und den fotogenen Mastermind mit meiner Canon 5D Mark IV von allen Seiten festhalte.

NLA: Jetzt erst recht!

Und plötzlich erkenne ich Parallelen zu meinem Leben und meiner beruflichen Zielsetzung, vor allem aber zu meinem Herzensprojekt „Nothing Like Austria“ (NLA). Jene Österreich Initiative, die ich im ersten Corona-Jahr eigenfinanziert auf die Beine gestellt habe, von der von der Politik über Medienmacher und Wirtschaftstreibende auch viele begeistert waren und noch immer sind. Allein den Weg für Österreich mag keiner von ihnen mit mir gehen. Weil ich halt scheinbar auch in die Rubrik Spinner, den man belächelt, dem man nix zutraut und an den man nicht glaubt, falle. Wo‘s auch familiär mitunter den einen oder anderen Disput gibt, ohne der aber nichts geht. Denn nur die, meine Familie ist mein Anker und das gesunde Fundament, auf dem ich (auf)baue. Das auch dann hält, wenn andere Säulen längst in Schieflage geraten oder umgefallen sind.

Ich möchte mit NLA mein Land mit seiner Geschichte vertreten und für meine Kinder und Nachkommen ein Unternehmen schaffen, an dem man stetig weiterbauen kann und soll.

Hier stecke ich meine ganze Energie rein oder um es wie Leo Hillinger zu sagen: „Jetzt erst recht“. Meine Fokussierung und meine Zielsetzung ist klar: Ich mache trotzdem weiter und lass mir meine Initiative und mich nicht kleinreden.

Wie Leo Hillinger Rückschlägen verkraftet hat und wie er mit Erfolg umgeht, beeindruckt. Er ist kein Selbstdarsteller, die Nähe zu seiner Familie und seinen Mitarbeitern ist ehrlich und spürbar. Er ist zum Testemonial seiner Marke geworden und steht persönlich dafür gerade. HILL ist durch und durch Marketing, er versteht einfach, sein Produkt zu inszenieren.

Nichts dient dem Selbstzweck

Auch NLA dient nicht dem Selbstzweck, sondern ist eine Initiative für und mit Österreich.
Meine kleine Rolle als Taucher war allein dem Ausfall von Christian Redl während der Dreharbeiten zum Film geschuldet. Es war einfach logisch, dass ich als versierter Taucher mit mehr als 1.000 Tauchgängen diese Rolle übernehme. Das nur am Rande, weil halt viele glauben, ich wollt mich damit nur in den Vordergrund drängen und wichtig machen. Ich bin kein Schauspieler, möglicherweise aber ein Spinner mit mitunter auch schrägen Ideen und einem gesunden Gspür für mein Geschäft. Wie Leo Hillinger eben für seines, mit dem mich noch die Leidenschaft für Sport verbindet. Wie für ihn ist auch für mich Sport ein wichtiger und nicht wegzudenkender Teil meines Lebens und wenn man so will auch meines Erfolgs. Denn ob Laufen, im Fitnessstudio oder Kicken – sportliche Aktivitäten sind für mich der notwendige Ausgleich, um meine „Festplatte“ neu zu formatieren und den Körper neu zu laden. Es mag für viele absurd klingen, wenn man nach einem 12- oder mehr Stundentag sich noch aufs Radl setzt, laufen geht oder Gewichter stemmt. Krank ist aus meiner Sicht, wenn man täglich einen Triathlon läuft und seinen Körper schindet, als wenn man seinen Körper auf eine ständig gleichbleibende Bewegung konditioniert. Ich treibe meinen Körper nicht ans Limit, das wäre außer blöd nur blöd.

Das mit Arbeit abgeben muss ich noch lernen, darin ist Leo Hillinger, wie er im Interview sagt, Weltmeister. Aber nicht nur in diesem Punkt ist der sportliche Burgenländer mit seinem Mindset, seiner Leidenschaft und Ausdauer ein Vorbild …

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